Google Adwords Update

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Google Adwords Update

AdWords Update: Google streicht Werbung in der rechten Spalte

Beim Werbesystem „Google AdWords“ erscheinen die Werbeanzeigen nicht mehr auf der rechten Seite. Das Update folgt dem Ziel, insbesondere den Nutzern von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets mehr Übersichtlichkeit zu bieten. Google schaltet nun maximal vier Anzeigen, die sich oben bei den organischen Ergebnissen befinden. Bis zu drei weitere Werbeanzeigen sind unterhalb des Contents zu betrachten. Die rechte Leiste präsentiert nun die grundlegenden Google-Informationen, die Shopping-Ergebnis-Listen oder Product Listing Ads mit den zentralen Produktinformationen und Möglichkeiten zur Direktbuchung.

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Die Auswirkungen und Vorteile für die Nutzer

Die Suchergebnisseite von Google erscheint nun übersichtlicher für die nicht mobilen Internet-Nutzer. Hier hat Google AdWords die Vorteile der mobilen Ansicht für alle Systeme und Eingabegeräte übertragen und zum Standard gemacht. Rechts am Display erhalten die Kunden nun Grundinformationen zu den Shopping-Anzeigen von Google. Die Selektion von Anzeigen läuft seitdem strukturierter und effektiver ab, wobei Google hier verstärkt eigene Produkte und Angebote aufführt. Hieran ist erkennbar, dass Google seine Position stärken und seine Marktmacht weiter ausbauen möchte. Durch das Update ist Navigation bei AdWords griffiger und strukturierter, was aus Nutzersicht zu begrüßen ist, da der Aufwand geringer geworden ist.

Die Folgen des Updates aus Sicht der werbetreibenden Anbieter?

Durch die System-Umstellung reduziert sich die Anzahl der Werbeplätze bei „Google AdWords“
von elf auf sieben. Hierdurch wird der Wettbewerb unter den werbetreibenden Unternehmen verschärft, wodurch höhere Preise für Pay-per-Clic-Werbung zu erwarten sind. Die Absenkung der Werbeflächen dürfte keine tiefgreifenden Auswirkungen auf die Händler und Shop-Betreiber haben, da fast 90 Prozent aller Klicks auf die ersten drei Anzeigenplätze fallen. In der rechten Spalte sind knapp 15 Prozent der Werbemittel aufgerufen worden. Google scheint offensichtlich den Konkurrenzkampf innerhalb der ersten vier Werbeblöcke intensivieren wollen, da hier die am höchsten dotierten Anzeigen platziert werden und somit insgesamt höherer Profit aus Google-Sicht zu erwirtschaften ist. Für kleine Firmen, die über limitierte Werbe-Budgets verfügen, sind erfolgreiche Kennzahlen bei den Verkäufen und Vertragsabschlüssen schwieriger zu erreichen.

Qualität vor Quantität

Das Überangebot der Werbung hat die User im Internet abgeschreckt, so dass weniger Werbung, die dezent und informativ aufbereitet ist, mehr Nutzen für die Verbraucher haben. Bei der Gestaltung der Werbemittel steht der Qualitätsfaktor im Vordergrund, um Kunden gezielt anzusprechen. Der Return on Investment, also in diesem Fall die ROI-Werbekapitalrentabilität, kann trotz Mehrausgaben positiver ausfallen, falls die Umsätze und Gewinne durch smarte Werbung überproportional steigen. Sowohl Werbe- als auch Traffic-Strategien werden kostenintensiver ausfallen, da auch unter den verbliebenen sieben Werbeplätzen die Preise konkurrenzbedingt steigen werden, um dort als Unternehmen gelistet zu werden. Effektive Werbekampagnen bedürfen einer professionellen Umsetzung, um bei den Kunden Wirkungstreffer zu erlangen.

Das Phänomen der Bannerblindheit zeigt auf, dass die User die reizüberflutenden Anzeigen ignorieren und eher die kleine, gut inszenierte Werbung anklicken, die ihr Interesse wecken. Dies hat Google mit ins Kalkül gezogen, um die Existenz der gesamten Werbebranche zu erhalten. Insgesamt können User, Kunden und Werbetreibende vom schlankeren Angebot profitieren – allerdings wird es für Startups und Gründer schwieriger, um mit den kapitalintensiven Großkonzernen im Werbebereich mithalten zu können. Hier gilt es mit knappen Mitteln die Nische zu betreten und mit kreativen Produkten und ausgeklügelten Werbeanzeigen Kunden und Käufer zu gewinnen.